YoureCom Insights #5 – Was zur Hölle ist eigentlich in den letzten 3 Monaten passiert?
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Marcel Beckers -
20. Juni 2026 um 10:28 -
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Vor ziemlich genau drei Monaten habe ich den letzten Insights-Beitrag veröffentlicht.
Eigentlich hatte ich vor, deutlich früher den nächsten zu schreiben.
Dann passierte das, was wahrscheinlich jeder Entwickler kennt:
"Ich mache nur noch schnell diese eine Sache."
Drei Monate später sitze ich hier und stelle fest, dass aus dieser einen Sache eine neue Landingpage, unzählige Updates, ein komplett neues Produkt, mehrere größere Refactorings und vermutlich einige Liter Kaffee geworden sind.
Zeit für ein kleines Update.
Pulse – Aus einer Idee wurde plötzlich ein Produkt
Wenn mich vor einigen Monaten jemand gefragt hätte, woran ich aktuell arbeite, wäre Pulse vermutlich noch irgendwo auf einer Notizliste gelandet.
Mittlerweile ist daraus ein eigenständiges Produkt geworden.
Die Grundidee war eigentlich recht simpel:
Warum gibt es für WoltLab Communities eigentlich keine moderne Möglichkeit, kurze Beiträge, Statusupdates und schnelle Interaktionen in einem zentralen Feed abzubilden?
Also wurde entwickelt.
Und entwickelt.
Und noch ein bisschen weiterentwickelt.
Denn wie das bei solchen Projekten immer ist, bleibt es nie bei der ursprünglichen Idee.
Plötzlich kamen Feedfilter dazu.
Dann Erwähnungen.
Dann Dateianhänge.
Dann Lesestatus.
Dann Benachrichtigungen.
Dann weitere Feedfilter.
Und irgendwann stellt man fest, dass aus einem kleinen Projekt ein ziemlich umfangreiches Produkt geworden ist.
Rückblickend würde ich sagen:
Pulse war deutlich größer als ursprünglich geplant.
Aber genau solche Projekte machen am Ende am meisten Spaß.
Die größte Baustelle: FormBuilder-Migration
Wer schon länger WoltLab-Plugins entwickelt, weiß vermutlich genau, wovon ich spreche.
Es gibt Aufgaben, die bringen neue Funktionen.
Und es gibt Aufgaben, die beseitigen technische Schulden.
Die Migration auf den FormBuilder gehört definitiv zur zweiten Kategorie.
Und genau diese Baustelle hat in den vergangenen Monaten einen enormen Teil meiner Entwicklungszeit verschlungen.
Von außen sieht man davon meistens wenig.
Für Entwickler bedeutet das jedoch:
- moderne Formulararchitektur
- bessere Wartbarkeit
- weniger Sonderlösungen
- sauberere Validierungen
- langfristig weniger Probleme bei zukünftigen WoltLab-Versionen
Mittlerweile wurde bereits ein großer Teil der Formulare modernisiert.
Das bedeutet zwar nicht automatisch neue Funktionen für Endanwender, sorgt aber dafür, dass die Produkte technisch deutlich zukunftssicherer aufgestellt sind.
Und ja...
Ein letztes Monster wartet noch.
Im Hintergrund arbeite ich aktuell bereits an der Clan-Administration.
Wer die Clan Verwaltung kennt, weiß vermutlich, dass dort einige der umfangreichsten Formulare des gesamten Projekts wohnen.
Dieses Kapitel wird also noch einmal spannend.
WoltLab 6.2 und jede Menge Modernisierung
Parallel zur FormBuilder-Migration wurden viele weitere Bereiche modernisiert.
Einige Komponenten wurden auf aktuelle Framework-Techniken umgestellt.
TypeScript-Code wurde überarbeitet.
Alte Strukturen wurden aufgeräumt.
Dinge, die teilweise seit Jahren funktioniert haben, wurden neu bewertet und modernisiert.
Das ist nicht unbedingt die Art von Arbeit, die spektakuläre Screenshots produziert.
Es ist aber genau die Art von Arbeit, die verhindert, dass man sich in zwei Jahren fragt:
"Wer hat diesen Mist eigentlich gebaut?"
Die Antwort lautet meistens:
"Ich."
Die neue Landingpage – Der Kampf gegen Farbverläufe
Wer aktuell auf YoureCom unterwegs ist, hat vielleicht bereits erste Veränderungen bemerkt.
Seit einiger Zeit arbeite ich an einer komplett neuen Landingpage.
Und falls jemand denkt, dass der schwierige Teil dabei die Programmierung ist:
Nein.
Der schwierige Teil sind Farben.
Und Abstände.
Und Schatten.
Und die Frage, ob eine Kachel jetzt zwei Pixel weiter links oder rechts stehen sollte.
Ich hätte vermutlich in derselben Zeit drei weitere Datenbanktabellen entwerfen können.
Stattdessen habe ich mich dabei erwischt, minutenlang auf Farbverläufe zu starren.
Designer dürfen jetzt lachen.
Entwickler kennen den Schmerz.
Trotzdem bin ich mit der aktuellen Richtung sehr zufrieden.
Die neue Landingpage soll deutlich besser zeigen, was YoureCom heute eigentlich ist.
Denn mittlerweile besteht YoureCom längst nicht mehr nur aus einzelnen Plugins.
Was sich bei YoureCom verändert
Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, fällt mir eine Sache besonders auf.
Früher lag der Fokus fast ausschließlich auf einzelnen Produkten.
Heute denke ich deutlich häufiger über das Gesamtbild nach.
Wie wirken die Produkte zusammen?
Wie finden Besucher die passende Lösung?
Wie lässt sich die Bedienung verbessern?
Wie präsentiert man Funktionen verständlich?
Wie schafft man Vertrauen?
Das sind Fragen, die mich heute deutlich stärker beschäftigen als noch vor einigen Jahren.
Und genau deshalb fließt inzwischen viel mehr Zeit in Themen wie Benutzerführung, Dokumentation, Design und Produktstrategie.
Die Wahrheit hinter vielen Updates
Viele Updates entstehen übrigens nicht, weil ich morgens aufwache und denke:
"Heute baue ich Feature XY."
Sondern weil Kunden Fragen stellen.
Ideen einbringen.
Probleme melden.
Oder weil ich selbst irgendwann merke:
"Moment... das geht deutlich besser."
Genau deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch einmal bei allen bedanken, die regelmäßig Feedback geben.
Viele Verbesserungen wären ohne diese Rückmeldungen nie entstanden.
Und wie geht es weiter?
Langweilig wird es jedenfalls nicht.
Die neue Landingpage soll fertiggestellt werden.
Pulse wird weiter wachsen.
Die letzten großen FormBuilder-Migrationen stehen an.
Und natürlich warten bereits neue Ideen darauf, umgesetzt zu werden.
Wahrscheinlich werde ich in drei Monaten wieder hier sitzen und mich fragen, wie aus einer kleinen Aufgabe plötzlich zehn neue Projekte entstanden sind.
Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht.
Bis dahin:
Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Feedback und dafür, dass ihr diesen Weg gemeinsam mit mir geht.
Und falls ihr euch fragt, ob meine To-do-Liste inzwischen kürzer geworden ist:
Nein.
Definitiv nicht.